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Décès
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16 octobre 1673
à
Diemeringen 67430
2 août 1673 : Procès en sorcellerie - Diemeringen, 67430, Bas Rhin, Alsace, France Transcription : E Actum 2.8.1673: Als man Ottiliam Enzminger ... an einer Judicia und einer Denuncia zu gefänglichem gezogen, ist selbige hoc die vor quoram judiciae criminalis Dimerigensis und instans des rheingräflichen fiscatis gütlich verhört und erstlich um ihr Alter, Stand und Wesen befragt worden: Sagte: "Sie sei ungefähr 65 Jahre alt, zu Völlerdingen in der Grafschaft Saarwerden gebürtig." Gefragt, warum sie gefänglich eingezogen und jetzo gefänglich vor Gericht gestellt worden? Respondebat: "Sie sei eine fromme und ehrliche Frau von bösen Leuten aus teuflischem Neid fälschlich angebracht und der Zauberei, darum sie jetzo zwar vor Gericht gestellt worden, beschuldigt worden, wäre aber ganz unschuldig. Hatte Kühn Niklas ungefähr 6 Wochen vor seiner Imprisionierung, weil er sich bei einem allgemeinem Gelage beigemacht und mit schmarotzt, verweist, dass er ein alter Schmarotzer sei, der sich desgleichen zu tun schämen sollte, worauf er gleich weggegangen, ihr es aber zu gedenken gedrohet hatte, sie aber dafür, dass er sie hernach so fälschlich angegeben habe." Frage: "Wie es dann kommen, dass sie von allen anderen angegeben worden, da doch der wenigste Teil der Gemeinschaft mit ihr gepflogen noch sie mit ihnen alt geworden sei?" Antwort: "Es möchte sie angegeben haben, wer da wolle, so sei sie doch der Zauberei unbündig." Frage: "Wie lange es sei, dass sie zu diesem verdämmlichen Laster der Zauberei kommen, wo solches geschehen und wie gestalt?" Antwort: "Sei nit dazu kommen, wüßte auch nit was Zauberei sei, hätte jederzeit fleißig gebetet." Als sie nun instantissime nichts Böses zu wissen beharret und negiert, hat man selbige wieder in ihr Gefängnis zu besserem Bedacht geschickt. Actum 4.8.1673: Gefangene wurde abermal verhöret und anfänglich in der Güte die Wahrheit zu bekennen, erinnert. Nachdem aber dieselbige zu keinem Bekenntnis schreiten, dem Meister überliefert, selbige aufzuziehen. Als nun selbige bei einer Viertelstund auf der ordinarii Folter gehangen und beständig geleugnet, bat sie endlich um Relaxion, wollte alles bekennen, darauf als solches geschehen sagte sie: "Es sei ungefähr 18 oder 20 Jahr, als sie zu der verdammten Zauberei gehalten, und das sei folgendergestalten zugegangen. Ihr Mann Carl Enzminger hätte sie unterweilen gar übel gehaut und, wenn er trunken gewesen, aus dem Haus gejagt, als sie ihre Mann xxx Entlassung und sich in ihrem ......"
Traduction: Sources: Minutes - Archives Départementales du Bas-Rhin E5133/4b
16 octobre 1673 : Décès - Diemeringen, 67430, Bas Rhin, Alsace, France Transcription de l'acte : N[ota] B[ene] Den 16. Octobris 1673 ist 0ttilia Enßmingerin, Wittib, sonst vulgo Gerber Ottel, Elßbeth, Niclaß Hänels des Un- ter Portners Frau, beide von hier, item von Dehlingen Hans Köppels des Wirts Weib namens Walpurgis, desgleichen Lovys Jenins Frau, Gertrud ; auch Ulrich Kieffers Weib Applonia, und Anstett Hemmerts Frau Margretha, der Zauberey halben, mit dem Schwert geauptet und die Körper beim Galgen verbrannt worden. Traduction de l'acte: N.B.: Le 16 octobre 1673, Ottilia Enssminger, veuve appelée communément Gerber Ottel, Elßbeth, épouse du gardien de la Porte Basse (UnterPortner) Niclaß Hänel, tous deux d'ici, de même la femme de l'aubergiste Hans Köppel de Dehlingen, nommée Walpurgis, de même, Gertrud, femme de Louys Jenin; aussi Appolonia, femme d'Ulrich Kieffer, et Margretha, femme d'Anstett Hemmert, ont été décapitées par l'épée pour sorcellerie et les corps ont été brûlés près du gibet.
Entre 1671 et 1673, le registre paroissial de Diemeringen relate plusieurs affaires de sorcellerie qui ont conduit une douzaine d'habitants de la seigneurie au bûcher. Les victimes étaient généralement accusées d'avoir provoqué des adultères, des avortements ou des morts d'enfants par maléfices ou par magie.
Entre 1614 et 1642, 64 cas de sorcellerie sont recensés à Saverne. Trente de ces cas se terminent par une exécution capitale, le plus souvent sur le bûcher. Les enfants ne sont même pas épargnés. On trouve parmi les victimes de ces procès un garçon de 9 ans, Philippe Schramm, qui périra après ses aveux, avec ses 6 complices âgés de 9 à 16 ans. On ne faisait aux enfants que la grâce de les étrangler au lieu de les brûler vifs. Les bûchers de sorciers et sorcières allumés dans l'Occident chrétien du XVème au XVIIIème siècle auraient fait environ 50.000 victimes, d'après les historiens. Les femmes représentaient environ les 3/4 des accusés dans des procès en sorcellerie tout à fait légaux qui s'appuyaient sur des traités de "démonologie". Pendant quatre siècles, la chasse aux sorcières s'est répandue dans toute l'Europe, mais avec une intensité particulière dans le Saint Empire romain germanique et les régions voisines. Suisse, Pays-Bas, Flandre, Luxembourg, Lorraine et Franche-Comté sont, après l'Allemagne actuelle, les régions qui ont compté le plus grand nombre de bûchers de sorcières et de sorciers. Sources: - Internet - http://archives.bas-rhin.fr/ Diemeringen BMS 1665-1715 p. 99/220 - Internet - http://www.robert-weinland.org/sorc.php
ROTOKOLL des HEXENGERICHTS über 1701) Hans II. KÖPPELS des Wirts Weib, namens WALPURGIS und andere Frauen Le 16 Octobre 1673 "...mit dem Schwert gerichtet und die Körper beim Galgen verbrannt." Source: Dr. Gerhard HEIN "DAS KRUMME ELSASS" Archives Départementales, Strasbourg, Acte 5133/4 bis. Citation : "PROTOKOLL des HEXENGEPICHTS über Ottilia Enzminger, vulgo Gerber Ottel u.a.
E Actum 2.8.1673: Als man Ottiliam Enzminger ... an einer Judicia und einer Denuncia zu gefänglichem gezogen, ist selbige hoc die vor quoram judiciae criminalis Dimerigensis und instans des rheingräflichen fiscatis gütlich verhört und erstlich um ihr Alter, Stand und Wesen befragt worden:
Sagte: "Sie sei ungefähr 65 Jahre alt, zu Völlerdingen in der Grafschaft Saarwerden gebürtig."
Gefragt, warum sie gefänglich eingezogen und jetzo gefänglich vor Gericht gestellt worden?
Respondebat: "Sie sei eine fromme und ehrliche Frau von bösen Leuten aus teuflischem Neid fälschlich angebracht und der Zauberei, darum sie jetzo zwar vor Gericht gestellt worden, beschuldigt worden, wäre aber ganz unschuldig. Hatte Kühn Niklas ungefähr 6 Wochen vor seiner Imprisionierung, weil er sich bei einem allgemeinem Gelage beigemacht und mit schmarotzt, verweist, dass er ein alter Schmarotzer sei, der sich desgleichen zu tun schämen sollte, worauf er gleich weggegangen, ihr es aber zu gedenken gedrohet hatte, sie aber dafür, dass er sie hernach so fälschlich angegeben habe."
Frage: "Wie es dann kommen, dass sie von allen anderen angegeben worden, da doch der wenigste Teil der Gemeinschaft mit ihr gepflogen noch sie mit ihnen alt geworden sei?"
Antwort: "Es möchte sie angegeben haben, wer da wolle, so sei sie doch der Zauberei unbündig."
Frage: "Wie lange es sei, dass sie zu diesem verdämmlichen Laster der Zauberei kommen, wo solches geschehen und wie gestalt?"
Antwort: "Sei nit dazu kommen, wüßte auch nit was Zauberei sei, hätte jederzeit fleißig gebetet."
Als sie nun instantissime nichts Böses zu wissen beharret und negiert, hat man selbige wieder in ihr Gefängnis zu besserem Bedacht geschickt.
Acte 4.8.1673: Gefangene wurde abermal verhöret und anfänglich in der Güte die Wahrheit zu bekennen, erinnert. Nachdem aber dieselbige zu keinem Bekenntnis schreiten, dem Meister überliefert, selbige aufzuziehen. Als nun selbige bei einer Viertelstund auf der ordinarii Folter gehangen und beständig geleugnet, bat sie endlich um Relaxion, wollte alles bekennen, darauf als solches geschehen sagte sie:
"Es sei ungefähr 18 oder 20 Jahr, als sie zu der verdammten Zauberei gehalten, und das sei folgendergestalten zugegangen. Ihr Mann Carl Enzminger hätte sie unterweilen gar übel gehaut und, wenn er trunken gewesen, aus dem Hause gejagt und ihre Entlassung ......"
Ici on écoute une confession évidemment fictive, la fin de ce drame se trouve dans le registre paroissial de Diemeringen :
Citation : "Den 16. Octobris 1673 ist 0ttilia Enßmingerin, Wittib, sonsten vulgo Gerber-Ottel, Elßbeth, Niclaß Hänels, des Unter Portners Frau, beede vo hier, item von Dehlingen HANS KÖPPELS des Wirts Weib, namens WALPURGIS, desgleichen Lovys Jenins Frau, Gertrud; auch Ulrich Kiefers Weib Applonia, und Anstett Hemmerts Frau Margretha, der Zauberey halben mit dem Schwert gerichtet und die Körper beim Galgen verbrannt worden."
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